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  • AutorenbildAlexandra Luna Vidal

HEILIGE NÄCHTE - RAUHNÄCHTE

Von gestern auf heute war unsere Mutternacht, die erste unserer Rauhnächte, in anderen Traditionen begannen sie schon mit der Sonnwende… diese heiligen Nächte, die uns tief in unser Inneres tauchen lassen, unsere Träume verstärken, in denen wir uns auf das Abgeschlossene, das uns nicht mehr dienlich ist und noch mehr auf das Neue, das da kommen mag, fokussieren, auf unsere Wünsche, die sich verwirklichen mögen und darauf, dass wir uns hinein sinken lassen, in eine Zeit der Einkehr und Reflexion.


Was hat es in deinem Leben in diesem Jahr an Herausforderungen gegeben?

Wie konntest du sie bewältigen?

Wie ist es dir ergangen in dieser beginnenden Zeit des Wandels, die immer noch weiter und schneller uns in das Neue katapultieren möchte, wenn wir wirklich dafür bereit sind?

Wie fühlst du dich gerade emotional und physisch und was ist gerade wirklich wesentlich in deinem Leben?


Ich hatte wieder einmal ein sehr turbulentes Jahr – eigentlich gab es in meinem Leben noch kein wirklich ruhiges.

Im April bin ich aufgebrochen, um La Gomera hinter mir zu lassen und erneut auf Heimatsuche zu gehen, gleich zu Beginn dieser Reise bin ich krankheitsbedingt auf La Palma hängen geblieben, habe im Mai einen Vorvertrag unterschrieben und im Juni ein Haus gekauft, glücklich, endlich wieder ein Zuhause zu haben, auch wenn ich nie wieder auf La Palma leben wollte. Ein Haus, das wirklich schön ausgesehen hatte, ein Haus, das ich nicht von einem Architekten prüfen ließ, weil ich dazu keine Kraft hatte, ein Haus, das inzwischen wirklich sehr schön und auch, soweit möglich, gut saniert ist. Ich durfte erkennen, dass ich einer arglistigen Täuschung erlegen bin, die den Wandel des Vertrages ermöglicht hätte – allerdings wie immer bei solchen Geschichten mit ungewissem Ausgang, ob das auch gerichtlich durchsetzbar ist. Es hätte mich erneut noch mehr Kraft gekostet, mich einem solchen Prozess zu stellen, auch wenn Betrüger eigentlich Konsequenzen tragen müssen. Was ich entschieden habe, ist zu „MEINEM SAUBEREN PLATZ“ zu stehen und zumindest die Gewährleistung für die verschwiegenen und verdeckten Mängel einzuklagen, da der Verkäufer auf keinerlei außergerichtliche Einigung reagiert hatte. Ich stehe dazu, für mich und Gerechtigkeit zu plädieren, auch wenn der Ausgang ungewiss ist, da oftmals Recht und Gerechtigkeit nichts miteinander zu tun haben – was ich als Juristin nur allzu gut weiß. Ich kann nur vertrauen und diese Sache in Gottes Hände legen in der Hoffnung, sie auch in die Hände einer guten Anwältin gelegt zu haben, die mich dabei wirklich kraftvoll unterstützt… möge hier das spanische Gericht tatsächlich im Namen der Gerechtigkeit agieren.


Nun lebe ich seit September erneut auf dieser Insel in einem wunderbaren Zuhause mit wildem urwüchsigen Garten, in dem ich meine Herzensarbeit wieder mehr und mehr leben möchte.

Ich hatte schon zwei Retreatgäste hier, die ich intensiv begleiten durfte, hatte meine Aufstellungen in meinem luft- und lichtdurchfluteten offenem Gruppenraum und bin dankbar aber auch sehr müde.

So wollte ich mich im Dezember richtig in die Stille und Ruhe zurückziehen...doch was kam, war ein Hund, der mir in der ersten Dezemberwoche am Weg entgegenlief, ein Hund, der ursprünglich ein Finca-Hund meines Nachbarn war, der vom Tierschutz eingefangen wurde und den ich zu mir nahm, nachdem der Nachbar unerreichbar war und ich ihn nicht im Hundezwinger übernachten lassen wollte – seither ist er hier und wurde zu meinem Hund. Ich wollte niemals im Leben einen Hund.

Wie sehr es stimmt: „Sag niemals nie, es könnte zu deiner nächsten Herausforderung werden!“

Nun lebe ich wieder auf La Palma mit einem deutsch-belgischen(Malinoi) Schäferhund namens Draco, der nie gelernt hat spazieren zu gehen oder in ein Auto zu steigen… wir lieben einander aber die Herausforderung ist groß, ob ich dem gewachsen bin. Der Hundetrainer hat erst nach den Feiertagen Zeit uns zu trainieren…


So nutze ich diese „Heiligen Nächte“ noch tiefer in mich zu gehen und zu erforschen, was ich wirklich bewältigen kann, ohne mich unter Druck zu setzen, es wieder einmal in meinem Leben schaffen zu müssen, weil ich doch immer alles geschafft habe.


Möge es mir nun doch gegeben sein zur Ruhe zu kommen in diesen Heiligen Nächten – vielleicht kommen dann, wie mir so viele meiner lieben Menschen um mich erklären, auch die vielen fürchterlich lauten besitzerlosen Hähne, die leider mein Hund nicht jagt, da ihm das aberzogen wurde (der Nachbar hat Falken, Adler und Tauben!) zur Ruhe und schreien nicht andauernd (Tag und Nacht) – ich bin schon Weitwurfmeisterin im Steinwurf ;-). Inzwischen hören sie auf, solange ich am Weg bin, um dann wieder zu beginnen, wenn ich zurück im Haus bin – doch nicht ganz so wahr der Spruch „Blödes Huhn“ ;-))).


Ja die Heiligen Nächte - die Zeit zwischen den Zeiten!

Vergesst nicht Frau Holle und ihren wilden Gesellen ein Licht ins Fenster zu stellen, zwischendurch zu räuchern und sie auch zur einen oder anderen Mahlzeit in eurem Zuhause einzuladen, damit sie euch wohlgesonnen sind.


Mögen wir alle Frieden und Ruhe erleben und einen wundervollen Übergang in das Neue Jahr, auf dass es uns immer mehr möglich wird, wirklich zu erwachen und hier auf unserer Mutter Erde Heilung zu erfahren – Ganzwerdung und ein Miteinader-Sein in Liebe!

Es ist Zeit für uns Menschen!



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