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  • Alexandra Luna Vidal

Geheiligte Dankbarkeit


Zwei Monate,

drei lunas llenas – volle Monde – sind vergangen

Und endlich kehrt ein wenig Ruhe ein.

Ein Gefühl endlich zu wissen, dass alles gut wird

In meinem Leben.

Alles gut ist.

Alles mich in noch tiefere Bewusstheit

Ins Erwachen

Zu tieferer Liebe

Ins Vertrauen

In noch mehr Dankbarkeit begleiten will.

„Gracias a la Vida

Que me ha dado tanto

Y me ha quitado mucho“…

Was nun als Nächstes kommt,

ich weiß es nicht.

Zuerst darf ich gesunden

Mein Körper sich erholen

Und meine Seele mich zur Einkehr führen.

Mein Herz darf sich beruhigen

Und mir den Weg weisen,

den Weg ins Unbekannte.

Ich blicke nach diesen zwei Monaten der Unruhe

Aus meinem „Zuhause dazwischen“,

blicke auf das Vulkangestein und all die Palmen,

lausche dem sanften Rauschen des Ozeans von der anderen Seite

und atme

atme durch,

atme,

dankbar ergriffen von diesem

„Endlich doch einen Ort für mich gefunden“,

und dem Gefühl erfasst,

nicht mehr rastlos hinaus zu müssen,

mich ausruhen zu können.

Mein kranker Körper hat durchgehalten,

mir geholfen, es zu schaffen,

das Ausräumen,

das Weiterziehen,

das Einräumen,

von dem, was mir geblieben ist,

und zu gestalten,

damit ich mich wohlfühlen kann…

Und heute,

erstmals durchatmen und auch genießen.

Unendlich dankbar,

geheiligte und tiefe Dankbarkeit.

Durchatmen,

am Strand mein Yoga machen.

All jenen Menschen,

die mir ein Heim anbieten,

mir ihre Hilfe liebevoll gewähren,

mich unterstützen auf vielen Ebenen,

dankbar sein,

berührt sein.

Beobachten,

die Möwe, die mit mir Qigong macht,

am Strand den Ozean,

der vor mir seine Wellen kommen und gehen lässt,

die Sonne,

die mich wärmt,

genießen,

das Glück, nicht mittellos zu sein

wie viele andere in dieser Situation.

Ich bin dankbar und glücklich,

am Leben zu sein und lass mich führen,

geb mich dem hin, was ist

und kämpf nicht mehr.

Alles, was nicht zu mir gehört,

löst sich gerade auf,

Menschen, die unehrlich sowie respektlos sind,

die dürfen gehen,

nur Liebende und Achtsame, die dürfen kommen.

Berührte Dankbarkeit und Freude verströmen sich in meinem Herzen,

das sich weitet,

sich nun dem Neuen öffnet,

mir meinen Weg, wohin auch immer,

weisen wird.

So bin ich hier,

nach diesem neuen Vollmond.

Bereit, mich zu erholen,

mich zu verabschieden,

das Alte gehen zu lassen.

Das Neue möge sich mir zeigen,

das Neue,

die Erneuerung…


In geheiligter Dankbarkeit,

verneige ich mich vor dem Sein auf Erden

und diesem, meinem Leben.



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