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  • Alexandra Luna Vidal

SACRED LIFE

Zum ERDBEERMOND am 14.6., der auch der Geburtstag meiner Großmutter war...


SACRED LIFE -

„Geheiligtes Leben“ – endlich kann ich das Leben wirklich als wertvoll erachten, endlich und erst jetzt, wo mir scheinbar fast alles an materiellen Gütern genommen wurde, erst jetzt, wo ich eigentlich mit „leichtem Gepäck“ lebe. Ich bin gerade so frei, wie ich zuvor noch nie gewesen bin. Die wenigen Dinge, die ich noch besitze, könnte ich jederzeit in einem kleinen Raum aufbewahren und weiterziehen. Doch fühlt es sich so an, als wäre tatsächlich La Gomera mein ZUHAUSE für meine letzte Lebensetappe, jene Insel, auf die ich ausgewandert bin und auf der ich schon 2017 leben wollte. Ich musste diese Zwischenetappe auf La Palma einlegen – JETZT bin ich wieder da und erfreue mich gerade täglich an meinem Leben, an den Wellen des Ozeans, der inzwischen erwärmter ist, an der Sonne, am Wind, wenn er nicht gerade allzu wild bläst, an den Begegnungen mit Menschen, die ich haben kann, wenn ich meine gemietete Wohnung direkt gegenüber vom Strand verlasse…und am Zuhause, das mir diese Wohnung bietet, wenn ich meine Ruhe brauche – aus meinem Wohnzimmer auf den Berg in seiner vulkanischen Farbenvielfalt blicke, die Palmen betrachte, die Vögel singen höre. Niemals hätte ich mir gedacht, dass ich mich in einem möblierten Mietapartment zuhause fühlen kann – hier ist es so und ich bin dankbar dafür. Ich bin in einem Grund-Glücksgefühl, das ich in dieser Form schon lange nicht mehr kannte, ein Glücksgefühl, das durch so viele schöne, kleine, kurze, längere, flüchtige, intensive Momente ausgelöst ist, im Regenwald, wenn die Bäume mit mir sprechen in ihrem Knarren, wenn die Schmetterlinge mich umflattern, die Vögel zwitschern, die Stille mich in Frieden hüllt, am Ozean, wenn ich die Wellen beobachte, ihrem Klang lausche oder den Sonnenuntergang genieße, den ich auch auf ganz andere magische Weise aus meinem Wohnzimmer oder von meiner Terrasse in der Farbenspiegelung in den Berg hinein erleben kann, obwohl ich die Sonne selbst gar nicht sehe – bloß ihr Farbspektakel am Horizont. Ich genieße es, Begegnungen zu erleben – am Strand, auf der Straße, im Café, um mich dann, wenn ich gesättigt bin, zurückzuziehen und alleine zu sein, nur selten einsam. Einsam in jenen Momenten, in denen mich doch die Sehnsucht nach „meinem Lebenspartner“ erfasst, der mich auch ankommen lässt, ZUHAUSE fühlen lässt.


JETZT darf ich erkennen, wie wundervoll das Leben wirklich sein kann, wenn man GANZ JA zum Leben sagt, es mit allem annimmt, was es uns zeigt und dankbar ist, dankbar ZU LEBEN.


Gerade setze ich mich tief damit auseinander, ob es denn wirklich unbedingt sofort wieder MEIN EIGENES ZUHAUSE sein muss, um mich angekommen zu fühlen, ob es dieses Haus braucht, das ich mir so sehr wünsche, „ein Haus für Heilung, Bewusstsein und Begegnung“, wie ich es kurze Zeit auf La Palma haben durfte.

Ich habe ein wundervolles Haus gefunden von wundervollen Menschen, die weiterziehen wollen auf ihrer Lebensreise – ich fühle dort Frieden und zugleich bin ich mir der Herausforderungen bewusst, die es mit sich bringt …ein sehr hoher Preis, viel Renovierungsarbeit (alleine als Frau, wie ich es vor vier Jahren schon hatte), Erhaltungskosten…und 76 Treppen von der Straße zu diesem wirklich schönen „Adlerhorst“. Das Haus wie die Menschen haben mich sofort berührt, doch bin ich achtsam geworden und spüre und wäge ab und lasse mich von meinem Innersten leiten. Es wird Meines sein, wenn es Meines sein soll.


Inzwischen genieße ich mein HIER SEIN auf La Gomera und gehe noch auf Reisen – es zieht mich nach Griechenland – nach Kreta und Korfu…mal sehen, was mich dort erwartet, bevor ich über Österreich wieder hierher zurückkehren werde, um zu wissen, was das LEBEN mir offenbaren will, mein „geheiligtes Leben“, das sich „heiler“ anfühlt als zuvor, satter, erfüllter, friedvoller.

Ich weiß, dass uns das Leben nur beschenken kann, wenn wir es dankbar annehmen und bereit sind, die vielen kleinen und wertvollen Momente, die es uns bietet, zu genießen, fern des Jammerns, fern des Haderns und fern des dauernden Ver-Urteilens, das uns immer in der Trennung hält.


Ich bin im Mai das dritte Mal seit dem Unglück nach La Palma gefahren, mit dem Wunsch, es möge sich eine große Türe öffnen oder ich schließe die Türen, damit ich weitergehen kann. Dort hat sich keine Türe aufgetan und ich sehe mich dort nicht mehr zuhause…aber:

Gerne komme ich für meine wunderbaren Aufstellungen, die ich dort in großer Freude leiten durfte – wenn es in Zukunft noch sein darf, diese schönen großen Gruppen zu erleben, die mich immer zutiefst erfüllt haben in meiner Herzensarbeit.


Seit meiner Rückkehr von dort fühle ich mich klar und erfüllt mit Leben-skraft!

Möge diese Klarheit mir zeigen, wo ich hingehöre – Danke La Gomera, dass Du mich gerade so heilsam umhüllst und danke dem Leben, dass ich LEBE und bleiben darf, solange es noch für mich vorgesehen ist.

Möget Ihr alle Euer SACRED LIFE dankbar nehmen und LEBEN!

Blick aus meinem Wohnzimmer

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